Karibik mit der Celebrity Equinox – Chris on Cruise

Karibik mit der Celebrity Equinox

Von der Equinox, Hurrikan Dorian, einem Hubschrauber, einem Hilfseinsatz und einer tollen Reise mit traumhaften Inseln !

Nun ist sie also vorbei, meine erste Kreuzfahrt mit Celebrity von Fort Lauderdale in die Karibik mit der Equinox. Es war eine besondere Reise, schon bevor das Schiff überhaupt den Hafen verlassen hat.

 

Hier mal ein kleiner Eindruck zu Schiff, Celebrity und der Reise mit der Equinox , selbstverständlich rein subjektiv so wie ich es empfunden habe.

Gebucht haben wir direkt bei Celebrity, inklusive Anreisepaket von Zürich aus nach Miami inklusive Vorübernachtung. Von Fort Lauderdale aus nach San Juan, St.Thomas, Tortala und über Nassau zurück nach Florida. Perfekt für eine kurze karibische Auszeit!

Bekommen haben wir einen Direktflug mit Swiss, Abflug 13:20 in Zürich, Ankunft 17:40 Ortszeit Miami. Das war schon mal ein dickes Plus. 

Natürlich schaut man schon Tage vor der Abreise nach dem Wetter, freut sich auf karibische Temperaturen, Sonne und…. Scheibenkleister! Besser gesagt, Dorian ein Tropensturm der sich sehr schnell zu einem Hurrikan mauserte. 

Und er begann seinen unheilvollen Weg über den britischen und U.S Virgin Islands um dann knapp an Puerto Rico vorbei seinen Weg Richtung Bahamas und Florida fortzusetzen. Und wenige Tage vor dem Abflug waren sich die Prognosen einig. Der Sturm trifft Florida irgendwo zwischen Miami und Jacksonville. Von Freitag auf Samstag, dem Tag unserer geplanten Abreise.

Nun ja, Prognose hin oder her, Dorian hat es anders geplant. Donnerstag vor Abreise war klar, der Sturm ist langsamer unterwegs als gedacht. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die Virgin Islands bereits ohne grosse Schäden heimgesucht, Puerto Rico knapp verfehlt, die Bahamas aber im Visier. Der Flug am Freitag sollte wie geplant stattfinden. Aber was war mit unserer Abfahrt am Samstag aus dem Hafen von Fort Lauderdale?

Eine direkte Info per Mail gab es von der Reederei nicht. Nur eine Info auf der Internetseite das Celebrity an der geplanten Abreise festhält. Dabei war eine Schließung des Hafens durchaus in greifbarer Nähe. 

Dann am Abend vor dem Abflug die Info das die Equinox am Samstag eine Stunde früher ausläuft als geplant um dem Sturm auszuweichen. 

Auch die Prognosen besserten sich aus unserer Sicht. Dorian sollte Florida nun deutlich oberhalb Miami treffen und war immer noch sehr langsam unterwegs. Leider war dies aus Sicht der Menschen auf den nördlichen Bahamas garkeine gute Nachricht. 

Also auf zum Flughafen um noch vor Dorian mit der Equinox Florida hinter uns zu lassen.

Nach der Ankunft in Miami und überstandenem Einreiseprozedere unserer amerikanischen Freunde wartete dann auch schon ein Celebrity/Royal Caribbean Mitarbeiter am Ausgang der Gepäckausgabe auf uns. Eine halbe Stunde Wartezeit galt es zu überbrücken, dann ging es mit dem Transferbus zu unserem Hotel, dem Aventura AC in Miami. Ein modernes Hotel im Norden Miamis eine gute halbe Stunde vom Ocean Drive mit dem Auto entfernt.

Also erstmal einchecken und Koffer aufs Zimmer, kurz umziehen und dann auf zum Miami Beach. Uber funktioniert in Miami übrigens perfekt. Zu jeder Zeit bekommt man in kürzester Zeit einen Fahrer zu absolut annehmbaren Preisen. Somit liesen wir den Abend mit einem Spaziergang am nächtlichen Miami Beach und dem Ocean Drive ausklingen bevor wir wieder zum Hotel zurückkehrten.

Leider konnte man uns auch dann im Hotel Nichts bezüglich der Abholzeit des Transferbusses zum Hafen sagen. Dieser müsste ja nun mindestens eine Stunde früher stattfinden da die ursprüngliche Check-In Zeit nun nicht mehr zur neuen geplanten Abfahrt um 14:30 Uhr passte. Das Hotel hatte von Celebrity leider keine neuen Infos bekommen. Aber was solls, wir entschlossen und noch gleich am Abend den Weg zum Hafen ohne den inklusiven Transfer mit Uber auf eigene Faust zu planen und schon um 10 Uhr zum Schiff zu fahren. 

Allerdings nicht ohne vorab am frühen Morgen den Sonnenaufgang am Strand zu genießen zu dem uns auch wieder ein Uber Fahrer brachte. Durch die Zeitverschiebung waren wir eh früh wach und das frühe Bad im Ozean ein echtes Erlebnis. 

Also dann, auf zum Schiff an dem wir nach 20 Minuten Fahrt bereits ankamen. Die Koffer wurden uns direkt am Auto abgenommen. Vor dem eigentlichen Check-In dann anstehen um die Pässe einzuscannen. Dafür ging es danach überraschend schnell und wir waren nach nur wenigen Minuten auf der Gangway zur Equinox wo man uns schon mit einem Glas Sekt erwartete.

Puh, nach den letzten Tagen mit so vielen unbekannten also endlich auf dem Schiff und es war klar, unsere Kreuzfahrt startet in wenigen Stunden.

Also erstmal auf die Kabine. Ana, unsere Zimmerstewardess war zwar noch nicht ganz fertig aber unsere Sachen konnten wir schon mal ablegen. Die Kabine war wie erwartet. Eine typische Balkonkabine auf Deck 11, Nummer 1553 mit Bett am Fenster was ich besonders mag. Die 10 Jahre sieht man der Kabine natürlich schon etwas an. Leider muss ich sagen das sie auch nicht so wirklich sauber war. Aber das lag nicht daran das wir Ana zu früh gestört haben. Der Staub war an einigen Stellen schon deutlich älter. Die benutzten Socken unterm Nachttisch wahrscheinlich vom Vorbewohner. Das kann schon mal passieren, gerade wenn an dem Morgen auch für den Zimmerservice weniger Zeit war die Kabinen fertig zu bekommen. Betten und Bad waren zum Glück sauber. Soweit also ok. Wir hatten übrigens eine sogenannte Aqua Class Kabine gebucht die sich aber eigentlich nicht von einer normalen Balkonkabine unterscheided. Abgesehen von besonderen Pflegemitteln und einer eher fragwürdigen „Wellness“ Dusche mit zusätzlichen Düsen. Meiner Meinung nach solllte man damit nicht für diese Kabinen werben. Das einzige was für uns an dieser Kabinenkategorie interessierte war das dazugehörige Blu Restaurant in dem man als Aqua Class Gast exklusiv speisen durfte.

Den ersten kulinarischen Eindruck bekamen wir dann kurz vor der Seenotrettungsübung im Ocean Café. Erst dachte ich kurz ich sei auf der Mein Schiff 3 gelandet. Die Aufmachung ist hier doch sehr ähnlich. Jedoch lehrte mich der Blick auf das Buffet etwas anderes. Ich war auf einem amerikanischen Kreuzfahrtschiff gelandet, eindeutig. Burger, Tex Mex und Co lachten mich an. Alles in Allem war das Essen im Buffet während unserer Reise ganz gut. Nach meinem persönlichen Geschmack spricht mich hier das Buffet bei TuiCruises deutlich mehr an. Aber das ist natürlich immer Geschmachssache und somit immer subjektiv.

Die Seenotrettungsübung war dann eine eher kurzweilige Pflichtveranstaltung. Die Erklärungen in einem unterhaltsamen Informationsvideo im Geheimagenten Stil zusammengefasst. Dem ersten Auslaufen stand also Nichts mehr im Wege.

Ähnlich wie bei Royal Caribbean ist das Auslaufen auch hier eine eher emotionslose Angelegenheit die unsere amerikanischen Mitreisenden auch wenig interessierte. Auch wenn ich die Auslaufhymne bei „Mein Schiff“ ehrlich gesagt auch nicht mehr hören kann so fand ich die Celebrity Variante hier doch etwas trocken. Und dabei verstehen doch gerade die Amerikaner aus jeder Kleinigkeit eine große Show zu machen. Eigentlich eine vergebene Gelegenheit.

Und hier lag auch die grosse Stärke von Celebrity. Im Entertainment. Zahlreiche Live Acts waren an verschiedensten Stelle den Schiffes immer wieder zu sehen. Am Pooldeck herrschte ausgelassene Stimmung die vom DJ und täglichen Live Performances angeheizt wurde. Wenn auch die Lautstärke teilweise doch schon fast auf Club Niveau lag. Entspannen war hier eher nicht. Aber dafür gab es ja noch den geschlossenen Poolbereich. Die Shows im Theater waren durchweg auf hohem Niveau. Der Gastkünster Jesse Hamilton jr. hat mit seinen zwei Shows an Bord die Latte allerdings so hoch gelegt das das Theaterensembel hier nicht mehr mithalten konnte. Wirklich ein toller Entertainer und Sänger.

Zur entspannten Stimmung  tragen aber nicht zuletzt die Mitreisenden selbst bei. Die Amerikaner sind als Reisegefährten durchaus angenehme Zeitgenossen. Manchmal etwas geschwätzig und Small Talk verliebt aber immer freundlich und höflich. Leider ist das auf Schiffen mit überwiegend deutschen Mitreisenden oft nicht so. Hier wird nicht selten am Buffet geschubst und vorgedrängelt, sich im Aufzug strikt angeschwiegen und ein freundliches Hallo auch gerne einmal wohlwollend ignoriert. Das passiert einem hier nicht. Dafür durfte ich mir viele Male sagen lassen wie schön Deutschland und die Schweiz doch sind obwohl die Gesprächspartner selbst nie dort gewesen waren oder Städte und Länder in Europa auch mal ein wenig durcheinander warfen. Aber egal. Einfach lächeln und die Dinge nicht ganz so ernst mehmen. Wir sind schließlich im Urlaub!

Zu einer gelungenen Kreuzfahrt gehört natürlich auch nicht zuletzt das Essen. Das Thema Buffet hatten wir ja schon. In den Bedienrestaurants Silhouette und Blu war das Essen deutlich ansprechender. Der wesentliche Unterschied liegt hier im Ambiente. Im Blu, das deutlich kleiner ist kann man ist es viel ruhiger. Wir haben in beiden Restaurants gut bis sehr gut gegessen. Das Essen liegt vom Niveau auf dem was wir von „Mein Schiff“ und Cunard kennen. Jedoch deutlich über dem was wir bei Aida und Costa kennengelernt haben. Natürlich mit einem Schwerpunkt auf amerikanischen Geschmacksvorlieben.Die Menüs waren abwechslungsreich, die Präsentation der Speisen eher simpel. Aber wie wir Saarländer sagen: „Hauptsach gudd gess“. 

Auch der Service war super. Sehr freundliche Mitarbeiter fanden sich eigentlich überall auf dem Schiff. Wir wurden aber auch mehrmals von den Mitarbeitern aufgeklärt doch bitte nach der Reise bei der Befragung durch die Reederei 10 von 10 Punkten zu geben. Und es wurde auch nicht verheimlicht das es sonst Ärger für die entsprechenden Mitarbeiter gibt wenn das Ergebnis nicht gut ausfällt. Hier merkt man das die Mitarbeiter unter Druck stehen, was ich nicht zielführend finde. Aber am Ende der Reise gab es 10 von 10 für die Service Mitarbeiter. 

Die Equinox selbst ist ein sehr schönes Schiff und bietet viele Möglichkeiten einen Platz für sich zu finden. Das absolute Highlight ist für mich Lawn Club. Ich habe regelmäßig gerade zum Sonnenauf-und Untergang die Möglichkeit genutzt hier entspannt auf dem satten grün des Rasens auszuspannen. Auch wenn ich da meist der Einzige war. Der Amerikaner nimmt da doch lieber an der Bar Platz. Auch der Aussenpoolbereich ist sehr ansprechend. Schade das der Pool hier noch nicht durchgehend ist. Dafür gibt es auch die Möglichkeit mit Blick voraus an der Reling zu stehen oder sein Essen aus dem Ocean Café auf der Aussenterasse zu genießen. Hier gab es immer einen freien Platz. Die Plätze im klimatisierten Innenbereich waren von den Mitreisenden doch deutlich bevorzugt.

Im Allgemeinen fand ich das Design des Schiffes sehr ansprechend wobei es natürlich an der ein oder anderen Stelle sein Alter nicht verheimlichen kann.

Aber wie verlief eigentlich unsre Reiseroute im Schatten von Dorian? Nun, der erste Tag, ein Seetag verlief ausgesprochen ruhig. Kein Wind, keine Wellen. Die Route wurde etwas näher an die kubanische Küste verlegt was die Fahrzeit um 1 Stunde verlängerte obwohl das Schiff mit über 24 Knoten unterwegs war um seinen ersten Stop, San Juan auf Puerto Rico am Nachmittag des zweiten Tages zu erreichen. 

San Juan lässt sich ideal selbst erkunden. Zuerst haben wir uns wieder mit einem Uber zum Stadtstrand der Insel bringen lassen um ein wenig den Strand und das karibische Meer zu genießen. Ein durchaus schöner Strand mit vielen Einheimischen in Sichtweite der Altstadt. Den Abend haben wir dann genutzt die Altstadt außerhalb der Hitze des Tages zu erkunden. Die Abfahrt war an dem Tag erst für 22:30 angesetzt.

Von San Juan aus sind die U.S. Virgin Islands nur wenige Seemeilen entfernt. Angelaufen haben wir hier St.Thomas. Die Stadt und Insel selbst haben hier um ehrlich zu sein nicht viel zu bieten. Abgesehen natürlich von einem Diamond Internationals Shop. Somit haben wir uns hier für einen Bootstrip mit Strand und Schnorschelstop entschieden und Bekanntschaft mit mehreren Schildkröten gemacht. Der Strandaufenthalt startete dann erstmal mit einem karibischen Regenschutt,heftig aber kurz und warm. Alles in Allem ein gelungener Ausflug wie man ihn sich in der Karibik vorstellt. Wobei der Rumpunsch so manchem Mitreisenden nicht so wirklich gut tat.

A propos Diamond International. Hier eines der größten Mankos der Celebrity Reise. Das ständige und teilweise aufdringliche Verkaufen von Getränkepaketen und Spezialitätenrestaurants gepaart mit Diamond International Dauerwerbung. Beim Mittagessen im Ocean Café hat man es tatsächlich dreimal geschafft uns beim Essen zu stören um uns einmal ein Getränkepaket und zweimal ein Essen in einem Spezialitätenrestaurant zu verkaufen. Und ich meine drei Mal während einem Mittagessen. Sorry, aber das war mir wirklich dann zuviel und hat mit gutem Service auch nichts mehr zu tun.

Teilweise hat man das Gefühl es handele sich eher um eine Butterfahrt bei der das Ziel ist möglichst viele Diamond International Shops während einer Kreuzfahrt zu besuchen. „If you like it, buy it“ war der Lieblingsspruch unseres Kreuzfahrtdirektors, auch gerne gleich Morgens bei der ersten Durchsage an Bord. Aber für viele Amerikaner scheint genau darin der Sinn Ihrer Reise zu liegen. 

Vorträge zu den angefahrenen Zielen gabe es keine. Auch keine Hafeninformationen, abgesehen von der Shopping Info die natürlich jeden Abend auf die Kabinen verteilt wurden. Hier würde ich Jedem raten sich vorab selbst über die angefahrenen Ziele zu informieren. Wo gibt es eventuell Sehenswürdigkeiten, wo gibt es einen Strand, etc. Denn von Celebrity erfahren Sie darüber nichts.

Weiter geht es nach Tortola und Virgin Gorda. „The Baths“ nennt sich hier die bekannteste Sehenswürdigkeiten der Inselgruppe der British Virgin Islands. Zwei Strände die durch einen Weg verbunden sind der aussieht als hätte der liebe Gott einen Sack Kieselsteine unterwegs verloren. Unter denen durch oder über diese drüber gilt es dann seinen Weg zu einem der beiden Strände zu finden. Wirklich beeindruckend und auch einen zweiten Ausflug Wert. Denn wir waren schon vor ein paar Jahren einmal mit der Aida Luna hier angelandet.

Nun hiess es also Leinen los zu unserem letzten Ziel der Reise, Nassau auf den Bahamas mit einem Seetag dazwischen. Aber hier kommt nun nochmal Dorian ins Spiel. Dorian hatte sich zwar zwischenzeitlich entschieden Florida zu verschonen und entlang der Küste nach Norden abzuziehen. Die nördlichen Bahamas wurden jedoch hart getroffen, das Gebiet um Freeport verwüstet. Nassau, unser Ziel hingegen blieb von grösseren Schäden verschont. Somit schien die Equinox auf ihrem Weg nach Nassau zu sein als der Kapitän die Entscheidung der Reederei verkündete die Equinox nach Freeport zu schicken um Care Pakete, Medikamente und Wasser zu den betroffenen Menschen zu bringen. 

Zur Überraschung vieler Mitreisender würde man den Gästen jedoch nicht gestatten die Insel zu betreten. Joa, dachte ich mir. Ein kleiner Ausflug ins Katastrophengebiet mit einem Barbecue auf Trümmern wäre ja auch mal ganz nett gewesen. Manchmal fragt man sich dann schon was so in seinen Mitmenschen vorgeht. Nein, natürlich konnte man für diesen Tag keinen Landausflug buchen. Aber man konnte sich melden um im Silhouette Care Paket für die Inselbewohner zu packen und somit einen Beitrag zu leisten. 

Nun wollen wir nicht weiter darüber philosophieren inwieweit diese Entscheidung in der Marketingabteilung von Royal Caribbean getroffen wurde. Denn wer die Amerikaner kennt weiss, sie sind sehr hilfsbereit aber sie reden auch sehr gerne darüber. Wichtig ist, den Menschen auf der Insel wurde geholfen. Die Equinox verbrachte den Tag auf Reede vor dem Hafen. Die Hilfsgüter wurden auf Beibooten an Land gebracht. Übrigens lagen wir an dem Tag neben der Symphony of the seas die ebenfalls Hilfsgüter an Land brachte.

Kurz bevor wir den Hafen erreichten gab es noch einen weiteren ungeplanten Stop der Equinox offener See. Ein Passagier musste als Notfall in die Klinik. Der Helikopter der Coast Guard traf kurz vor dem Ziel auf der Equinox ein. Der „Hubschrauberlandeplatz“ wurde bereit gemacht, der Mast am Bug eingeklappt, die Gitter abgeklappt. Somit war der Weg zur Evakuierung des Passagiers frei. Der Einsatz wurde vom Kapitän angekündigt. Zu meiner Überraschung war der Aussenbereich vor dem Fitnessstudio nicht gesperrt. Somit konnte man den Helikopter über dem Bug des Schiffes schwebend bei seinem Einsatz wenige Meter entfernt beobachten. Ein fragwürdiges Spektakel einerseits aus Sicht des Patienten. Andererseits beruhigend das eine Rettung auch für einen selbst im Fall der Fälle möglich ist.

Den Hafen von Fort Lauderdale haben wir dann planmäßig am frühen Samstagmorgen wieder erreicht und für den Abreisetag einen Ausflug mit dem Hop on Hop off Bus in Miami gebucht. Größter Vorteil war das unsere Koffer entsprechend verwahrt wurden und wir die Zeit bis zum Abflug um 19:40 Uhr nicht am Flughafen verbringen mussten sondern den Tag in Miami genießen konnten. Entsprechend haben wir natürlich Miami Beach nochmal am Tag besucht und uns im Wasser abgekühlt bevor uns der Transferbus am Nachmittag zum Flughafen brachte.

Was ist mein persönliches Fazit zu meiner ersten Celebrity Reise? Celebrity ist eine echte Alternative. Das Essen ist gut, das Schiff war schön, der Service, Entertainment und Stimmung super. Die Edge oder Apex würden mich noch sehr reizen. Auch wenn es um die Routenvielfalt angeht hat Celebrity einiges zu bieten. 

War es meine letzte Celebrity Reise? 

Nein, ich denke Celebrity ist auch für die Zukunft interessant. 

Würde ich eine andere Reederei bei gleicher Reise bevorzugen? 

😉

Ja, Mein Schiff würde ich bei gleicher Reiseroute bevorzugen. Warum? Das ist eine Sache persönlicher Präferenzen und keine Sache von besser oder schlechter. Ich gehe zb sehr gerne schon Morgens in Bedienrestaurant zum Frühstück. Das ist natürlich auch bei Celebrity möglich. Auf unserer Reise jedoch nur von 7:30 bis 9:00 und das an einem Seetag. Das passt für mich zb nicht. Ich habe es auf der ganzen Reise nur einmal geschafft in diesem Zeitraum zum Frühstück ins Silhouette zu gehen. Ach ja, und sie haben natürlich kein Nutella . 

Mich störte auch das aufdringliche Verkaufen von Zusatzleistungen an allen Ecken des Schiffes. Ich kenne das schon von Royal Caribbean, hatte aber gehofft das man es da bei Celebrity ein wenig zurückhaltender angeht. Das ist eben auch ein Unterschied zu einem All Inclusive Konzept. Da muss mir Niemand ein Getränkepaket verkaufen. 

Zusammengefasst, bei der richtigen Route oder Schiff würde ich auch wieder Celebrity buchen. Eine neue Lieblingsreederei habe ich aber nicht gefunden.